► Wußten Sie schon, daß Aconitum, die giftigste Pflanze Europas, bei der schon wenige Blüten tödlich wirken, bereits ab einer homöopathischen Potenz von D4 frei in der Apotheke erhältlich ist? Und daß die Potenz von D4 einem kolloidalen Silber mit der Konzentration von 100ppm entspricht?
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Die oftmals vorgebrachte Behauptung, kolloidales Silber sei nebenwirkungsfrei, ist schlicht und einfach falsch. Bereits bei hoher Dosierung am Anfang kann es zu Unverträglichkeitserscheinungen wie leichte Übelkeit, Schwächegefühl oder einfach ein flaues Gefühl im Bauch kommen. Allerdings verschwinden diese Erscheinungen sehr schnell, wenn man in den ersten 2-3 Tagen die Dosis “einschleicht”.
Bei plötzlich einsetzender massiver Abtötung von Erregern kann es zu einer starken Toxinfreisetzung kommen, was sich im Körper als Erstverschlimmerung der vorhandenen Symtome mehr oder weniger stark bemerkbar machen kann. Auch hier ist eine "einschleichende" Dosierung angeraten mit gleizeitigen Ausleitungsmaßnahmen.
! Warnen möchte ich hier ausdrücklich vor einer prophylaktischen (vorbeugenden) oder gar dauerhaften Einnahme. In erster Linie ist für die Bekämpfung von Erregern unser Immunsystem zuständig. Da wir stets von pathogenen (krankmachenden) Keimen umgeben sind, ist unser Immunsystem auch für die ständige Auseinandersetzung mit Erregern ausgelegt. Nimmt man dem Immunsystem diese Möglichkeit der Auseinandersetzung, dann kann es durchaus vorkommen, daß sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet. Autoagressionskrankheiten wären die mögliche Folge.
Erfahrungen haben gezeigt, daß zum Beispiel Kinder, die kaum mit Erregern in Berührung kommen, in späteren Lebensjahren derartige Krankheiten entwickeln können.
Die irreversible (nicht rückbildungsfähige) Graufärbung von Haut und Schleimhäuten, Argyrie, sei hier ebenfalls erwähnt, da dieses Krankheitsbild immer wieder benutzt wird, um Anwender von kolloidalem Silber massiv zu verunsichern.
Bisher ist kein Fall bekannt, in welchem durch eine vernünftige Verwendung von kolloidalem Silber eine Argyrie ausgelöst wurde. Die in den Medien verbreiteten Fälle beruhen entweder auf der Überdosierung von Silberverbindungen oder der maßlosen Einnahme von (z.T. verunreinigten) Silber-Dispersionen in Größenordnungen von mehreren Gramm elementaren Silbers innerhalb sehr kurzer Zeit.
Selbst Dosierungen von über 200ml / 50ppm pro Tag führen offensichtlich zu keinen negativen Effekten, wie Versuche verschiedener Therapeuten zeigen
[1][2].
Folgendes muß man jedoch zu bedenken:
Unabhängig von der Herstellungsart enthalten Silbersuspensionen immer auch Silber-Ionen. Das wäre nur durch Zusatzstoffe vermeidbar. Denn auch metallisches Silber setzt in wässriger Umgebung stets Silber-Ionen frei. Und das beginnt bereits während der Herstellung und setzt sich in den Aufbewahrungsgefäßen und evtl. später im Körper fort.
Und diese Ionen sind es, die sich mit anderen Stoffen im Körper verbinden können, meist zu Silbersalzen (z.B. Silberchlorid). Diese Silbersalze sind jedoch unlöslich und lagern sich möglicherweise im Körper, v.a. der Haut, ab.
► Dies alles ist jedoch eine rein theoretische Annahme, denn bisher konnte kein Anhaltspunkt gefunden werden, daß es im Körper tatsächlich zu irgendwelchen Verbindungen kommt.
Falls aber diese Annahme dennoch stimmen sollte ...
... ist es jedoch die Frage, in welchem Außmaß besagte Vorgänge stattfinden:
Silber ist insgesamt betrachtet eher reaktionsträge
[6]. Da außerdem nach wie vor keine tatsächlichen Nebenwirkungen beobachtet werden konnten, kann man wohl davon ausgehen,
daß die Bildung von Silbersalzen im Körper eine eher zu vernachlässigende Größe darstellt.
Ein einfacher Versuch (mit dem Ionic-Pulser) hat uns bereits gezeigt, daß kolloidales Silber nach der Herstellung seine Tendenz sich zu binden, deutlich reduziert. Schon nach wenigen Stunden konnte trotz Salzzugabe kaum noch eine Trübung festgestellt werden - im Gegensatz zur Elektrolyse: hier genügt bereits ein einziges Salzkörnchen, um (während der Herstellung!) eine deutliche milchige Trübung zu erzeugen.
Trotz allem ist ein verantwortungsvoller Gebrauch unerläßlich, da eine Gefährdung bei maßloser Überdosierung duchaus bestehen kann. Die Angaben von Höchsteinnahme-Mengen, nach denen es zu Schädigungen kommen kann, schwanken beträchtlich. Nach Kühni
[7] liegen diese bei 78 -372 Litern mit 25 ppm. Das wären immerhin 2 - 10 Jahre lang 100 ml pro Tag. Allerdings ist unklar, ob dabei schon die Ausscheidung von Silber berücksichtigt wurde.
"Die Dosis macht das Gift!"